Verantwortungsvolles Spielen: Unser Leitfaden für Sicherheit und Spielerschutz
Das Thema Spielerschutz ist für uns keine gesetzliche Pflichtübung, sondern der unverrückbare Grundstein unseres Angebots. Glücksspiel soll Unterhaltung sein – ein Zeitvertreib, der Spannung bringt, aber niemals das eigene Leben dominieren darf. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir als Anbieter tragen, und möchten Ihnen auf dieser Seite transparent darlegen, welche Mechanismen greifen, um Sie zu schützen, und welche Werkzeuge Sie selbst nutzen können, um die Kontrolle zu behalten.
Wir operieren streng nach den Vorgaben des deutschen Glücksspielstaatsvertrags (GlüStV 2021). Das bedeutet, dass wir höchste Standards in Bezug auf Prävention, Jugendschutz und Suchtbekämpfung einhalten.
Die Balance halten: Unterhaltung vs. Risiko
Für die Mehrheit der Menschen ist Glücksspiel ein harmloses Freizeitvergnügen. Doch für einen Teil der Spieler kann aus dem Spiel Ernst werden. Problematisches Spielverhalten entwickelt sich oft schleichend. Es beginnt nicht sofort mit hohen Schulden, sondern häufig mit kleinen Verhaltensänderungen – dem Überschreiten eines Zeitlimits, dem Vernachlässigen von Hobbys oder dem Gefühl, Verluste unbedingt ausgleichen zu müssen.
Unsere Aufgabe ist es, eine Umgebung zu schaffen, die Risiken minimiert. Ihre Aufgabe ist es, ehrlich zu sich selbst zu sein und die angebotenen Hilfsmittel aktiv zu nutzen.
Warnsignale erkennen: Wann wird das Spiel zum Problem?
Spielsucht ist eine anerkannte Krankheit, die jeden treffen kann, unabhängig von Alter, Geschlecht oder sozialem Status. Je früher problematisches Verhalten erkannt wird, desto besser sind die Chancen, gegenzusteuern. Bitte nehmen Sie sich einen Moment Zeit und reflektieren Sie Ihr Verhalten anhand der folgenden Indikatoren.
- Gedankliche Vereinnahmung: Drehen sich Ihre Gedanken im Alltag häufig um das nächste Spiel oder wie Sie Geld dafür beschaffen können?
- Toleranzentwicklung: Müssen Sie Ihre Einsätze stetig erhöhen, um noch den gleichen Nervenkitzel oder die gleiche Erregung zu spüren?
- Kontrollverlust: Haben Sie bereits mehrfach versucht, das Spielen einzuschränken oder ganz aufzugeben, sind dabei aber gescheitert?
- Verlustjagd (Chasing Losses): Kehren Sie nach Verlusten schnell zum Spiel zurück, in der festen Überzeugung, das verlorene Geld "zurückgewinnen" zu müssen?
- Verheimlichung: Lügen Sie Familienmitglieder, Freunde oder Therapeuten an, um das Ausmaß Ihres Spielens zu vertuschen?
- Gesetzwidrige Handlungen: Haben Sie jemals darüber nachgedacht oder Handlungen begangen, um illegal an Geld für das Glücksspiel zu kommen?
- Gefährdung sozialer Bindungen: Haben Sie wegen des Spielens wichtige Beziehungen, Ihre Arbeit oder Bildungschancen gefährdet oder gar verloren?
- Bailout-Effekt: Verlassen Sie sich darauf, dass andere Ihnen Geld leihen, um finanzielle Engpässe zu überbrücken, die durch das Spielen entstanden sind?
- Emotionsregulation: Nutzen Sie das Glücksspiel, um negativen Gefühlen wie Hilflosigkeit, Schuld, Ängsten oder Depressionen zu entfliehen?
- Reizbarkeit: Reagieren Sie gereizt oder aggressiv, wenn Sie beim Spielen gestört werden oder nicht spielen können?
Wenn Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennen, empfehlen wir dringend, das Spielen sofort einzustellen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Das OASIS-Sperrsystem: Der wichtigste Notausgang
Ein zentraler Bestandteil des deutschen Spielerschutzes ist das bundesweite Sperrsystem OASIS (Onlineabfrage Spielerstatus). Dieses System stellt sicher, dass gesperrte Spieler keinen Zugang mehr zu Glücksspielangeboten haben – weder online noch in terrestrischen Spielhallen oder Casinos in Deutschland.
Sie haben jederzeit die Möglichkeit, sich selbst sperren zu lassen (Selbstsperre). Auch Dritte (z.B. Familienangehörige) können unter bestimmten Voraussetzungen und bei Vorlage entsprechender Nachweise eine Sperre beantragen (Fremdsperre).
Wie funktioniert die Selbstsperre?
Eine Selbstsperre beträgt mindestens 3 Monate. Wird kein Zeitraum angegeben, beträgt die Dauer standardmäßig ein Jahr. Wichtig zu wissen ist, dass eine Sperre nicht automatisch endet. Sie muss nach Ablauf der Mindestdauer aktiv durch einen schriftlichen Antrag beim Regierungspräsidium Darmstadt aufgehoben werden.
Weitere Informationen und Antragsformulare finden Sie direkt auf der Seite des Regierungspräsidiums: www.oasis-spiel.de
Panik-Button: Zusätzlich finden Sie auf unserer Plattform stets einen "Panik-Button". Ein Klick darauf löst sofort eine kurzzeitige Sperre von 24 Stunden aus, um Ihnen eine sofortige Abkühlphase zu verschaffen.
Instrumente zur Selbstkontrolle
Um gar nicht erst in eine problematische Situation zu geraten, stellen wir Ihnen diverse technische Hilfsmittel zur Verfügung. Wir raten jedem Spieler, diese Tools bereits bei der Registrierung zu konfigurieren.
- Einzahlungslimits: Legen Sie fest, wie viel Geld Sie maximal pro Tag, Woche oder Monat einzahlen können. Nach dem deutschen GlüStV gilt generell ein anbieterübergreifendes Einzahlungslimit von maximal 1.000 Euro pro Monat (LUGAS-System), dieses kann jedoch zu Ihrem Schutz individuell weiter herabgesenkt werden.
- Verlustlimits: Begrenzen Sie den Betrag, den Sie in einem bestimmten Zeitraum verlieren dürfen. Gewinne werden hierbei oft gegengerechnet, sodass Sie nur das "Nettorisiko" begrenzen.
- Sitzungszeitlimits: Setzen Sie sich ein Zeitfenster. Nach Ablauf der eingestellten Zeit (z.B. 60 Minuten) werden Sie automatisch ausgeloggt.
- Reality Check: In regelmäßigen Abständen (mindestens stündlich) wird das Spiel unterbrochen. Ein Pop-up informiert Sie über die verstrichene Zeit sowie über Ihre Gewinne und Verluste. Sie müssen diesen Hinweis aktiv bestätigen, um fortzufahren. Dies dient dazu, den "Tunnelblick" zu durchbrechen.
- Auszeit (Cool-off): Wenn Sie merken, dass Sie gestresst sind, können Sie Ihr Konto für einen kurzen Zeitraum (z.B. 24 Stunden bis zu einigen Wochen) pausieren. In dieser Zeit ist kein Login möglich.
Prävention: Tipps für ein sicheres Spielverhalten
Verantwortungsvolles Spielen beginnt im Kopf. Folgende Grundsätze sollten Sie immer beherzigen:
- Budget festlegen: Bestimmen Sie vor Spielbeginn einen festen Betrag, den Sie bereit sind zu verlieren. Betrachten Sie dieses Geld als "Kosten für Unterhaltung", ähnlich wie eine Kinokarte.
- Keine geborgten Mittel: Spielen Sie niemals mit Geld, das Sie für Miete, Lebensmittel oder andere Verpflichtungen benötigen. Leihen Sie sich niemals Geld zum Spielen.
- Klare Zeitgrenzen: Nutzen Sie Wecker oder Alarme auf Ihrem Handy, um sicherzustellen, dass Sie nicht länger spielen als geplant.
- Nicht unter Einfluss spielen: Alkohol, Medikamente oder Drogen beeinträchtigen Ihr Urteilsvermögen massiv. Spielen Sie nur mit klarem Kopf.
- Stimmungslage beachten: Spielen Sie nicht, wenn Sie wütend, traurig oder depressiv sind. Glücksspiel ist kein Mittel zur Stimmungsaufhellung.
- Gewinne sind Bonus: Rechnen Sie nicht mit Gewinnen. Der Zufall lässt sich nicht erzwingen und das Haus hat statistisch immer einen Vorteil.
- Pausen machen: Treten Sie regelmäßig vom Bildschirm zurück. Gehen Sie an die frische Luft. Lassen Sie nicht zu, dass das Spiel Sie hypnotisiert.
Externe Hilfe und Beratungsstellen
Sollten Sie das Gefühl haben, die Kontrolle zu verlieren, zögern Sie nicht, Hilfe zu suchen. In Deutschland gibt es ein exzellentes Netzwerk an professionellen, kostenlosen und anonymen Beratungsstellen. Es ist keine Schande, Unterstützung anzunehmen – es ist ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein.
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Die BZgA bietet umfassende Informationen und ein Beratungstelefon.
Telefon: 0800 1 37 27 00 (kostenlos und anonym)
Webseite: www.bzga.de
Webseite: www.check-dein-spiel.de (Hier finden Sie auch einen anonymen Selbsttest)
Fachverband Glücksspielsucht e.V.
Hier finden Sie spezialisierte Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe.
Webseite: www.gluecksspielsucht.de
Spielerambulanz / Landeskoordinierungsstellen
Webseite: www.spielen-mit-verantwortung.de
Vertraulichkeit garantiert: Diese Organisationen unterliegen der Schweigepflicht. Sie können sich dort beraten lassen, ohne dass Ihr Arbeitgeber oder Ihre Familie davon erfährt, wenn Sie dies nicht wünschen.
Rechtlicher Rahmen und Jugendschutz
Unser Angebot richtet sich ausschließlich an Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Teilnahme Minderjähriger am Glücksspiel ist gesetzlich verboten.
Um dies sicherzustellen, führen wir bei jeder Registrierung eine Identitätsprüfung (KYC - Know Your Customer) durch. Ohne erfolgreiche Verifizierung ist kein Spiel möglich. Wir appellieren auch an Eltern und Erziehungsberechtigte, ihre Zugangsdaten sicher zu verwahren. Lassen Sie Ihren Computer oder Ihr Mobilgerät nicht unbeaufsichtigt, wenn Sie in Ihrem Spielerkonto eingeloggt sind.
Wir empfehlen die Nutzung von Filtersoftware, um Minderjährige vor ungeeigneten Inhalten im Internet zu schützen (z.B. NetNanny, CyberPatrol oder Jugendschutzprogramm.de).
Unser Betrieb unterliegt der Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL). Wir halten uns strikt an die Vorgaben zur Spielsuchtfrüherkennung, was bedeutet, dass wir Algorithmen einsetzen, die auffälliges Spielverhalten detektieren, um proaktiv auf gefährdete Spieler zuzugehen.
Informationen für Angehörige und Freunde
Oft sind es nicht die Spieler selbst, sondern Partner, Freunde oder Eltern, die das Problem zuerst bemerken. Wenn Sie vermuten, dass jemand in Ihrem Umfeld spielsüchtig ist, ist die Situation oft belastend.
- Ansprechen: Suchen Sie das Gespräch in einer ruhigen Situation, nicht unmittelbar nach einem Streit über Geld.
- Ich-Botschaften: Sagen Sie "Ich mache mir Sorgen, weil..." statt "Du bist süchtig". Vorwürfe führen oft zu Rückzug.
- Kein Geld geben: Das Wichtigste ist: Übernehmen Sie keine Schulden und leihen Sie kein Geld. Damit verlängern Sie das Suchtverhalten nur (Co-Abhängigkeit).
- Hilfe suchen: Auch für Angehörige gibt es Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen. Sie müssen diesen Weg nicht allein gehen.
Die oben genannten Kontaktstellen (BZgA, Landesstellen) bieten spezielle Beratungen für Angehörige an.
Fazit
Wir möchten, dass Sie bei uns eine gute Zeit haben. Das ist jedoch nur möglich, wenn das Spiel sicher und kontrolliert abläuft. Bitte nutzen Sie die bereitgestellten Werkzeuge. Seien Sie wachsam. Und vor allem: Wenn der Spaß aufhört, hören Sie auf.
Glücksspiel kann süchtig machen. Infos und Hilfe unter www.bzga.de.